Denguefieber
Vorkommen
Denguefieber breitet sich vor allem in Asien und Lateinamerika stark aus. Weltweit werden mehr als 50 Millionen Infizierte geschätzt.
Denguefieber Erreger
Der Erreger des Denguefiebers ist ein Virus, welches in vier Unterarten vorkommt. Wie auch die Malaria wird es durch den Stich einer weiblichen Mücke übertragen. In diesem Fall handelt es sich entweder um die Asiatische Tigermücke (Stegomyia albopicta) oder die Gelbfiebermücke (Stegomyia aegypti). Die Mücken nehmen das Virus entweder von infizierten Menschen auf, in ländlicheren Gebieten aber auch über das Blut von Affen. Im Gegensatz zur Anophelesmücke, die Malaria überträgt, stechen die Überträger des Denguefiebers vor allem tagsüber und am frühen Abend.
Verlauf und Diagnose
Inkubationszeit: 2-14 Tag
Die Symptome treten sehr plötzlich auf. Typisch ist stark erhöhte Temperatur, Kopfschmerzen, allgemeines schweres Krankheitsgefühl mit Schwindel, Muskel-, Glieder- und Gelenkschmerzen. Es kann zu Beginn der Krankheit unter Umständen ein feinfleckiger Hautausschlag beobachtet werden und Handflächen und Fußsohlen können jucken.
Vor allem bei Kindern und Jugendlichen, die sich erneut und mit einem anderen Virustyp infizieren, wird aber auch ein dramatischerer Krankheitsverlauf beobachtet. Hierbei handelt es sich um das hämorrhagische Denguefieber oder ein Dengue-Schocksyndrom, welche zu deutlich schwereren Erkrankungen führen. Dabei kann es Blutungen in die Haut, Schleimhäute und inneren Organe, zu Blutdruckabfall und Schockzuständen kommen.
Eine Diagnose ist häufig schon früh durch einen tropenmedizinisch erfahrenen Arzt möglich, bevor nach drei bis sieben Tagen das Virus bzw. nach vier bis acht Tagen die Antikörper im Blut des Patienten nachweisbar sind.
Nach einer Erkrankung ist man gegen den einen Subtyp immun, kann aber durch einen anderen Virustyp erneut an Denguefieber erkranken.
Denguefieber Therapie
In der Regel heilt die Krankheit gut aus, wobei dies ziemlich lange dauern und auch mit merklichen Stimmungsschwankungen verbunden sein kann. Behandelt werden dabei nur die Symptome. Wichtig ist auch, dass die Patienten dauernd Hilfe brauchen, weil Sie oft körperlich nicht in der Lage sind, sich alleine zu versorgen. Besonders wichtig ist es, ausreichend zu trinken. Bei Einnahme von Medikamenten zur Schmerzstillung sollte besonders darauf geachtet werden, dass die Arzneimittel die Blutungsneigung nicht noch verstärken. Bei Blutungen ist eine Einweisung ins Krankenhaus erforderlich. Patienten, die Mittel zur Beeinflussung der Blutgerinnung einnehmen, sollten dies dem behandelnden Arzt schnellstmöglich mitteilen!
Denguefieber Prophylaxe
Da eine Chemoprophylaxe durch Arzneimittel nicht möglich ist, kommen der Expositionsprophylaxe und der Beseitigung von Mückenbrutplätzen eine besondere Bedeutung zu.
Diese Arten der Prophylaxe entsprechen denen zur Malariavorbeugung. Dabei sollte nur noch bedacht werden, dass die Denguefieber-Überträgermücken hauptsächlich tagsüber und am frühen Abend aktiv sind und selbst kleinste Wasseransammlungen zur Eiablage nutzen.
Denguefieber in Belize
Die WHO berichtet über 23 gesicherte Fälle von Denguefieber in Belize im Jahr 2008. Dies ist wenig verglichen mit Erkrankungen in den Nachbarstaaten. Beispielsweise in Guatemala wurden 3230, im daran benachbarten Honduras 18 941 Erkrankungen gezählt.
Die Hinweise beruhen auf den als vertrauenswürdig eingestuften Informationen der unten angegebenen Quellen. Die Entscheidung über eine Reise nach Belize liegt in Ihrer Verantwortung. Eine Gewähr für die Richtigkeit und Vollständigkeit der medizinischen Informationen sowie eine Haftung für eventuell eintretende Schäden kann nicht übernommen werden. Für Hinweise auf sachliche Fehler ist der Autor dankbar.
Quellen:
Robert Koch Institut (www.rki.de)
Reisemedizinisches Zentrum am Bernhard-Nocht-Institut (Tropeninstitut, www.gesundes-reisen.de)
Weltgesundheitsorganisation (www.who.int)
Auswärtiges Amt (www.auswaertiges-amt.de)
Travelmed (www.travelmed.de)
